Echte Vereinbarkeit – für alle

Die Menschen ändern sich, aber die Arbeitswelt nicht. Oder zumindest nicht schnell genug. Denn eines ist klar: Die alte Gleichung geht nicht mehr auf. Auf der einen Seite: Viele Männer, die weniger, und viele Frauen, die mehr arbeiten möchten. Frauen, die Karriere machen, und Männer, die auch mal beruflich aussetzen wollen. Männer und Frauen, die mehr Zeit für Familie, Freunde und Freizeit fordern. Auf der anderen Seite: Vollzeitkarrieren, Überstundenrekorde, normierte Lebensläufe, Präsenzkultur und Verfügbarkeitskult am Arbeitsplatz.

In ihrem Artikel „Why Women Still Can’t Have It All“ hat Anne-Marie Slaughter ehrlich beschrieben, warum der Spagat zwischen Top-Job hier und pubertierenden Söhnen dort nicht funktioniert. Sie hat damit die Debatte über eine andere Arbeitswelt neu angefacht: Männer und Frauen auf der ganzen Welt diskutieren seitdem online und offline darüber, ob sie „alles haben können“. Ein Leben, in das Arbeit und Familie, Karriere und Freizeit hinein passen und vielleicht sogar miteinander harmonieren. Im Vorfeld der Veranstaltung "Fraktion kontrovers" am 18. März 2013 luden wir zur Diskussion ein, wie eine neue Arbeitswelt aussehen könnte und was sich dafür ändern muss.

Folgende Fragen wurden diskutiert:

1) Können Frauen immer noch nicht alles haben - beruflichen Erfolg UND ein erfülltes Familienleben?

2) Wie muss eine neue Arbeitswelt aussehen, damit wir neben dem Arbeiten auch noch Zeit für Familie, Ehrenamt, Weiterbildung, Freizeit haben?

Die Ideen aus der Online-Debatte flossen in die Vorbereitung der Abendveranstaltung ein, die vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier moderiert wurde. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung gibt es hier